Die Gruppe KULT wurde 1982 in Warschau gegruendet. Sie hat seitdem 13 CDs
veroeffentlicht und ist bisher in rund 2000 Konzerten in Polen, USA, Brasilien, England,
Irland, Schottland und Deutschland aufgetreten.

KULT sind:

Kazik Staszewski - Texte, Gesang, Saxophon
Janusz "Gruda" Grudzinski - Keyboards
Tomasz Goehs - Schlagzeug
Irek "Jezyk" Werenski - Bass
Piotr Morawiec - Gitarre
Janusz Zdunek - Trompete
Tomasz Glazik - Saxophon
Wojtek Jablonski - Gitarre
Jarek Wazny - Posaune

Piotr Wieteska - Manager


Von Anfang an wurde die Gruppe von dem Sänger, Texter und Saxophonisten Kazik
Staszewski geleitet, der inhaltlich und musikalisch der Band ihren Charakter verleiht.
2001 erschien ueber die Band das Buch "Kult Kazika" von Leszek Gnoinski, das zu den
bestverkauftesten Buechern des Jahres in Polen zaehlte.

KULT, die sowohl unter dem kommunistischen System, als auch unter Walesa
rebellierte, konnte erst drei Jahre nach ihrer Gruendung und hartem Kampf mit der Zensur
1985 die erste LP veroeffentlichen - innerhalb von drei Wochen wurden 50.000 Exemplare
verkauft. Die grosse Beliebtheit von KULT und Kazik in Polen beruht zum einen auf den
kompromisslosen, kritischen Texten, die sich mit ihrer sozialen, politischen und
menschlichen Umwelt auf emotionale Art auseinandersetzen, dabei mit Worten bis ins
Poetische und Surreale spielend. Sie beruht auf der ausdrucksvollen, melancholisch-
rauhen Musik. Und sie beruht auf den zahlreichen Konzerten, die in ausverkauften Hallen
stattfinden, was deutlich macht, dass sich sehr viele junge Polen mit der Musik und den
textlichen Inhalten identifizieren können - und dies mit sogar zunehmender Tendenz.


Kontakt:
Piotr Wieteska
Mobil 0048 602295242
E-mail: wieteska@kult.art.pl



Presse in Deutschland (Ausschnitte):

TAZ, 24.9.2001
"Ihr ironischer Umgang mit Polens Vergangenheit, die expliziten Texte mit poetischen
und surrealen Tönen und nicht zuletzt ihre zwischen Melancholie und Aggression
oszillierende Musik haben aber auch in Chicago, New York oder Berlin schon zu
ausverkauften Häusern geführt. Mit ins Deutsche übersetzten Texten - wohl auf
Handzetteln - testen KULT heute ab 20 Uhr im LOGO ihre Beliebtheit beim Hamburger
Publikum."

PolEcho, Oktober 2001
"Auftritt von Kazik in Hamburg - einige junge, polnische Menschen zusammen mit dem
deutschen Künstler Andreas Torneberg organisierten ein Konzert, bei dem es schien, es
unter hiesigen Bedingungen nur schwer realisieren zu können. Die Gruppe KULT, denn
über sie geht es hier, spielte in einem vollen Saal des Clubs LOGO. Erstaunlicherweise
ist es bei diesem musikalischen Ereignis eine Tatsache, daß die Organisatoren zum
ersten Mal in solchem Rahmen versuchen, auch deutsches Publikum für polnische
Rockmusik zu interessieren. "Wir möchten euch die Polen in einem anderen Licht
zeigen, als in dem, in dem uns die Deutschen meistens sehen: viel Folklore, Würste und
solche Dinge. Kazik mit seiner Band sind Musiker von höchster Klasse mit einem weiten
Radius. Sie sind unnachahmlich, und wie wir meinen, mit sehr polnischem Charakter -
mit dieser individuellen und unabhängigen Seite ist unser Land leider in Hamburgt
unbekannt geblieben..." - sagt Bartek Tutorski, einer der Organisatoren."

Darmstadter Kulturnachrichten,, September 2002
"Grenzen sprengen versucht die Centralstation zwar sowieso. Mit der polnischen
Kultband KULT erhält sie bei diesem Unterfangen aber Unterstützung von kompetenter
Seite. Seit zwanzig Jahren mischen die sieben Musiker um Frontmann Kazik
Staszewski die Szene ihres Landes auf - die Antwort Polens auf die Rolling Stones
sozusagen. Anders als die Stones ist KULT politisch geblieben, die Texte Kaziks setzen
sich ebenso emotional wie poetisch mit der Wirklichkeit in Polen auseinander.
Entscheidend sind allerdings nicht die Texte, sondern die Musik, und hier ist KULT
ähnlich vielseitig wie die Stones - mal lyrisch, mal rockig, mal ruhig, mal fetzig, und
immer wieder neu. Die Sprachbarriere, die bislang noch beinahe unüberwindlich scheint,
kann man deshalb getrost vergessen. "Alle reden über Europa. Wir versuchen, mit Musik
grenzen zu sprengen", sagt Kazik Staszewski. Zwei Tage nach ihrem Auftritt in der
Centralstation wird übrigens im Deutschen Polen-Institut eine Ausstellung eröffnet. Der
Hamburger Maler Andreas Torneberg war von KULT so begeistert, daß er dieser Band
und Warschau, der "wilden Stadt", einen eigenen Bilderzyklus gewidmet hat."

Darmstädter Echo, 9.09.2002
"Es ist freitagabend, und die Darmstädter Centralstation scheint sich in einen
Warschauer Musikclub verwandelt zu haben. Viele Polen sind aus dem Bundesgebiet
angereist, um eine ihrer populärsten Bands live zu erleben. In Polen hat KULT längst
Kultstatus erreicht. So wurde Kazik im letzten Jahr mit dem MTV-Award 2001 als bester
polnischer Sänger ausgezeichnet, doch er lehnte den Preis ab. Er wolle mit dem
Kommerz nichts am Hut haben, so der Sänger im Gespräch. Mit seiner kritischen
Haltung sowohl gegenüber dem Showgeschäft als auch dem politischen Establishment in
seiner Heimat hat er sich eine große Fangemeinde erspielt. Aber auch Kritiker in Kirche
und Staat. In Polen tritt die Band an manchen Abenden vor über zehntausend Gästen
auf. In der Centralstation sind es an diesem Abend 600 Konzertbesucher. Zuhörer, die
kein Polnisch können, verstehen natürlich nicht, wovon Kaziks Lieder handeln und was
die Menge begeistert mitsingt. Die KULT-Band bewegt sich geschickt zwischen
Punkrock, Pogo, Folklore und Reggae. Ein furioser Mix und eine Bandbreite, die oft
innerhalb eines Liedes abgedeckt wird. Wieviel Witz und Ironie KULT eigen ist, wird in
Liedern wie "Parade der Erinnerungen" oder "Ich weiss es" deutlich, wenn die Band
Folklore mit Pogo mischt. > Morgendliche Röte, morgendliche Röte, wenn ich in Sopot
zu Meer gehe, auf schmutzig-sandigem Strand, stinkt die Ostsee nach Öl. < Poesie und
Häßlichkeit liegen für KULT dicht beieinander. Vor allem in ihrer Heimatstadt Warschau.
Ein deutscher Künstler, Andreas Torneberg, hat der Band eine Ausstellung mit seinen
Bildern gewidmet. in ihnen wird der Umbruch eines Landes eindrucksvoll dokumentiert,
für den Kazik die richtige Sprache gefunden hat. Seine Fans danken es ihm an diesem
Abend mit kräftigem Applaus."

Frankfurter Rundschau, 30.08.2002
"Polnischer Kult in der Centralstation - Am 6.September spielt in der Darmstädter
Centralstation die polnische Independent-Band KULT mit ihrem Leader Kazik
Staszewski. Das Konzert steht in Verbindung zur Ausstellung "Kult aus Warschau-die
wilde Stadt" von Andreas Torneberg, die am 8.September im Deutschen Polen-Institut
eröffnet wird. Die Gruppe KULT wurde Anfang 1982 in Warschau gegründet und zählt zu
den ältesten aktiven Rockgruppen in Polen. Die Band, die sowohl unter dem
kommunistischen System, als auch nach der Wende gegen das politische und
gesellschaftliche Establishment war, durfte erst drei Jahre nach ihrer Gründung und
Kampf mit der Zensur 1985 die erste LP veröffentlichen. Musikalisch sucht KULT
vielfältige Inspirationen bei Rock, Punk, Jazz und Rap."

Main-Echo Aschaffenburg, 9.09.2002
"Gegen Militarisierung, Konsum, Klassenschranken, Rassenhass ziehen KULT ins Feld
und leben doch über weite Strecken und in der Mehrzahl ihrer Lieder von der
Vergangenheit. > Die Strassen versinken in Rot / Wir haben Steine in den Händen / Ein
Widerstand ans revers geheftet / Ach, wie wunderbar war es < singt Staszewski mit
stark an Joe Strummer erinnernder Stimme immerhin erstaunlich ironisierend in der
"Parade der Erinnerungen". Derartiges Gedankengut entfesselte bei dem vor allem aus
jungen Polen bestehenden Publikum in Darmstadt den Rausch des Kollektiven: Während
musikalisch vergleichbare Bands aus England und Skandinavien Trance als Ausdruck
des Individuellen zelebrieren, verstehen sich Staszewski und sein Sextett ganz
offensichtlich als Speerspitze einer lawinenartig losbrechenden politischen Bewegung.
Die während des Konzerts im Hintergrund ablaufenen Bildfolgen des Hamburger
Künstlers Andreas Torneberg orientieren sich - welch ein Zynismus! - an grob gehauenen
Heldendarstellungen aus nationalsozialistischer und stalinistischer Ära, vor der Bühne
wird der Polsla-Pogo vom Blitzkrieg-Bop der Band gelenkt."

Wiesbadener Kurier, 9.09.2002
"In der Centralstation wurden die sieben Musiker denn auch wie die verlorenen Söhne
lautstark begrüßt. Leider von überwiegend polnischen Fans. Dabei mag es an der Musik
nicht liegen, dass die Mannen um Sänger Kazik Staszewski hierzulande so gut wie
unbekannt sind. Es ist ein durchaus geschicktes, manchmal originelles, selten sogar
verwegenes Amalgam aus Musikstilen, die die Rockmusik in den vergangenen 30 Jahren
hervorgebracht hat. Muntere rumpelnde Rock- werden mit Polka-Rhythmen gepaart,
darüber schwebt stets die ungewöhnliche Bläserkombination aus Waldhorn (Krzysztof
Banasik) und Trompete (Janusz Zdunek). Ein Punk- und Skafeuer, vom Rhythmusteam
Ireneusz Werenski (Bass) und Tomasz Goehs (Schlagzeug) daruntergelegt, hält die
ganze Sache stets am Lodern. Es sind keine großen oder gar virtuosen Solisten am
Werk, sondern musikbegeisterte Handwerker, die hörbar und sichtlich Spaß an der
Sache haben. Und da kommt die Cruix eines KULT-Konzertes in Deutschland zum
Tragen.Denn eigentlich ist KULT, von Piotr Morawiec (Gitarre) und Janusz Grudzinski
(Keyboard) komplettiert, eine rein politische Band.Ob Regierungs- oder
Religionskritisches angesprochen wird, ob Konsumgeilheit nach der Wende oder
Vergnügungssucht der Kids unter die Lupe genommen wird: Die poetischen Texte, die in
der Regel der mit gemäßigtem Irokesenschnitt über die Bühne stapfende Leader Kazik
Staszewski verfasst hat, sind es Wert, gehört zu werden. So bleibt es ein
ausgelassenes, von polnischen Anhängern kultig gefeiertes Konzert, das Hunger auf
mehr Musik made in Polen machte."



Stalker Magazine, 6.04.2009
siehe auf der Stalker Website